Tipps zum richtigen Fahren in einer Gruppe
Die Freizeit alleine gestalten ist auch nicht immer das was man sich denkt. Tischtennis, Tandem fahren und Armdrücken sind als Solo-Vorstellung eher wenig unterhaltend. Auch Motorrad fahren hat als gruppendynamisches Erlebnis seinen Reiz, trotzdem muss man gewisse Regeln einfach einhalten. Bevor man sich auf das Motorrad schmeißt, sollten sich alle Teilnehmer die Route gemeinsam ausreden und durchsehen. Das ist vor allem für die einzelnen Etappen und die Gesamtlänge der Tour wichtig. Sind für den Touren-Profi 300 Kilometer kurviges Gelände pro Tag ein Klacks, kann das für einen Anfänger viel zu viel des Guten sein. Folge: Die Konzentration sinkt, die Unfallgefahr steigt und der Spaß am Fahren bleibt daheim im Bett liegen.
Valentino Rossi mal zehn?
Eine Gruppenausfahrt ist kein Wettbewerb. Untereinander überholen und drängeln ist nicht. Auch wenn einem der Drang zum Gasgeben kommt, achte auf deine Freunde und Warte vielleicht bei der nächsten Haltestelle wieder auf alle zusammen.
Startaufstellung
Wer die Route am besten kennt und ein Routinier auf zwei Rädern ist, der sollte die Gruppe anführen. Die weitere Reihenfolge der Fahrer ist vom Können und der Motorleistung abhängig. Als Zweiter fährt am Besten der „Schwächste”, gefolgt von einem geübten Fahrer, dann wieder ein schwächerer und so weiter. Das Schlusslicht bildet derjenige, der das stärkste Motorrad in Verbindung mit dem höchsten Fahrkönnen fährt. Durch diese Reihenfolge laufen Anfänger nicht Gefahr der Gruppe hinterher hetzen zu müssen. Außerdem können sich so ungeübten Fahrer an der Linienwahl der vorausfahrenden Routiniers orientieren und dazulernen.
Schau mir nicht ins Rücklicht
Orientieren am Vordermann ist schön und gut, das Rücklicht aber anstarren kann ins Auge gehen. Genügend Abstand halten, versetzt fahren und den Blick am Vordermann vorbei führen birgt das geringste Unfallrisiko.
Wegweiser
Als Anführer der Gruppe wartet man lieber an jeder Abzweigung oder irritierenden Straßenführung. Erst wenn die ganze Gruppe aufgeschlossen hat, fährt man weiter. Man sollte generell früher als sonst den Nachkommenden über Manöver informieren. Mit rechtzeitigem Blinken und früherem Anbremsen kann man innerhalb der ganzen Gruppe Stille-Post „spielen“. Macht man sich vorher eine Art „Zeichensprache” aus, sind auch Anfänger in der Gruppe nicht überfordert. Beispiel: heikle Stellen auf der Fahrbahn zeigt man mit zweimaligen Antippen des Bremshebels an.
Überholmanöver, geht es sich aus?
Gefährlich kann es immer wieder bei Überholmanövern von Autos und Bussen werden. Wichtig: Der Vordermann ist der Vordermann und nicht man selber. Jeder muss für sich entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt zum Überholen da ist. Nur nicht vom Vordermann stressen lassen. Hat man einmal überholt, dann reiht man sich am eigenen Fahrstreifen ganz rechts ein. So hat der nachfolgende Kamerad genug Platz, um sich wieder einzureihen.
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