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Renault Espace

Crash-Test Renault Espace, durchgeführt vom ÖAMTC

Der Espace verkauft rundum gute Ergebnisse, beim Frontcrash ist er überhaupt der Beste unter den in diesem Test bewerteten Fahrzeugen. Renault wurde eine Wiederholung des Tests zugestanden, weil der 1999er Espace über ein verbessertes Rückhaltesystem verfügt. Als eine Folge davon wurden von Renault nun auch andere Kindersitze empfohlen. Kritik muss sich der Espace beim simulierten Zusammenstoß mit einem Fußgänger gefallen lassen, beim Entwurf des Renault wurde ein solches Szenario offenbar nicht berücksichtigt.

Frontaufprall:

Die Karosseriestruktur des Espace widersteht den beim Aufprall auftretenden Kräften gut, die Fahrertür ließ sich normal öffnen. Der Kopf des Fahrers trifft genau bei einer Nahtstelle auf den Airbag auf, was dazu führt, dass der Kopf nicht ganz optimal abgefangen wird. Ärgerlich ist auch, dass der Renault auf dem mittleren Sitz nur einen statischen Beckengurt bietet. Im Kniebereich gibt es einige harte Bereiche, die Verletzungen hervorrufen können. Im Espace herrscht unter allen getesteten Fahrzeugen aber noch das geringste Verletzungsrisiko für die Füße.

Seitenaufprall:

Im Seitencrash erhält der Espace die volle Punkteanzahl, was sich auch daraus ergibt, dass der Fahrer deutlich über dem Bereich sitzt, in dem ein normal großes Auto aufprallen würde. Das gilt allerdings für alle Großraumlimousinen. Trotzdem muss gesagt werden, dass der Espace die Aufprallkräfte besonders gut vom Körper wegleiten kann, sodass keine Körperregion eine besondere Belastung erfährt. Die Fahrertür öffnete sich jedoch während des Aufpralls, Renault sagte dazu, dass bereits Modifikationen gemacht wurden, um dieses Problem in Zukunft zu vermeiden.

Kinderrückhaltesysteme:

Ein Beifahrerairbag zählt zur Serienausstattung, und darum befindet sich jedes Kind auf dem Beifahrersitz in einem entgegen die Fahrtrichtung montierten Kindersitz in Todesgefahr. Die vorgefundenen Warnungen (sowohl im Auto selbst als auch auf dem Kindersitz für das 1 1/2 Jahre alte Kind) waren unzureichend. Renault gab in einer Stellungnahme dazu an, dass die Kritik ernst genommen wird und an einer Verbesserung der Warnungen gearbeitet wird. Die im zweiten Versuch getesteten Kindersitze sind die jetzt für den Espace empfohlenen. Diese Sitze werden entgegen die Fahrtrichtung montiert und werden von A-förmigen Stützen am Wagenboden gehalten. Im Test wurden diese Stützen gebogen und am Wagenboden nach vorn verschoben, was für den Sitz eines Dreijährigen schlimmer war. Die Anleitung für eine Montage mit der Fahrtrichtung war nur auf der rechten Seite des Sitzes angebracht, sodass sie bei einer Montage von der linken Seite her nicht zu sehen ist.

Fußgängerschutz:

Mehr als die Hälfte der getesteten Flächen waren beim Zusammenstoß mit einem Fußgänger sehr aggressiv und bekamen keine Punkte. Die Gesamtpunkteanzahl liegt über dem Durchschnitt heutiger Autos und zeigt, dass zur Verbesserung des Fußgängerschutzes noch viel Denkarbeit getan werden muss.

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