Neben der komplett neuen Fahrwerkskonstruktion mit neuer Hinterachse kam auch erstmals der neue 2.0-TFSI-Motor zum Einsatz, ein turbogeladener 4-Zylinder mit Benzindirekteinspritzung und 147 kW (200 PS) Leistung, der durch eine fast saugmotorähnliche Leistungsentfaltung ohne großes Turboloch besticht. Optional kann auch erstmals bei einem GTI das Direktschaltgetriebe DSG geordert werden, welches durch eine Doppelkupplung und Schaltwippen am Lenkrad schnelles Schalten ermöglicht und nicht mit einer herkömmlichen Wandlerautomatik zu vergleichen ist. Großangelegte Werbekampagnen verursachten einen regelrechten Hype um den V GTI und der Erfolg scheint Volkswagen mit ihrer Strategie des Mythos GTI recht zu geben.
Golf GTI Edition 30
Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum des Golf GTI stellt Volkswagen im Herbst 2006 das GTI Sondermodell Edition 30 vor. Neben einer neuen Außenoptik durch komplett in Wagenfarbe lackierte und gegenüber dem normalen GTI leicht modifizierte Anbauteile, dunklen Rückleuchten, schwarzen Aluminiumfelgen Detroit und dem Edition30-Schriftzug am Heck besticht das Sondermodell auch durch einen im Innenraum angepassten Look: Rote Ziernähte an Handbremse, Lenkrad, Fußmatten und dem obligatorischen Golfball-Schaltknauf sowie Sportsitze in klassischem Karodesign eingefasst durch lederbezogene Seitenwangen. Besonderes Highlight ist der auf 169 kW (230 PS) und 300 Nm erstarkte Motor, was durch eine gründliche Verbesserung des 2.0-TFSI-Triebwerks erreicht wurde. Turbolader und Rumpfmotor dienen auch heute als Basis für den aktuellen Audi S3 (195 kW/265 PS). Damit erreicht der Edition 30 laut VW eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h und erreicht die 100-km/h-Marke in 6,8 s (Handschaltung) bzw. 6,4 s mit dem Direktschaltgetriebe.
Golf GTI Pirelli
Im September 2007 gab Volkswagen ein neues GTI-Modell zum Verkauf frei: Den Volkswagen Golf GTI Pirelli. Ausgestattet mit dem Triebwerk des Golf GTI Edition 30 und vielen Extras, wie zum Beispiel speziellen Pirelli-Felgen, abgedunkelten Heckleuchten, in Wagenfarbe lackierten Stoßfänger und Seitenschweller und Teilleder-Sportsitzanlage mit eingeprägtem Reifenprofil und gelben Ziernähten, ist der Pirelli-GTI eine Wiederbelebung des 1983 eingeführten Golf-1-Pirelli-GTI.
Golf SDI
Die Bezeichnung SDI (Saugdiesel mit Direkteinspritzung) steht für einen Dieselmotor, der mit dem TDI weitgehend baugleich ist, bis auf fehlenden Turbolader und Ladeluftkühlung. Sensorik und Aktorik können entsprechend vereinfacht werden.
Die Leistung beträgt 50 kW (68 PS) bei einem Hubraum von 1,9 Liter. Seit Februar 2004 ist ein SDI mit 2 Litern Hubraum und einer maximalen Leistung von 55 kW (75 PS) bei 140 Newtonmetern Drehmoment im Golf V erhältlich. Bei diesem Aggregat-Typ wird erstmalig die aus den TDI-Motoren bekannte Pumpe-Düse-Direkteinspritzung eingesetzt. Der Golf 2.0 SDI erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 163 km/h.
Golf BlueMotion
Nach den BlueMotion-Modellen von Polo und Passat stellt Volkswagen auf der IAA 2007 die verbrauchsreduzierte Variante des Golf V vor. Der Wagen verfügt über einen TDI-Motor mit 77 kW (105 PS) und soll nach Werksangaben einen Durchschnittsverbrauch von 4,5 Litern erreichen. Die Ersparnis gegenüber dem Seriengolf mit dem gleichen Motor beträgt 0,6 Liter, etwa zwölf Prozent. Der Aufpreis für das “BlueMotion”-Paket beträgt 315 Euro und beinhaltet eine geringe Tieferlegung, aerodynamische Verbesserungen (Verkleidung des Unterbodens), Leichtlaufreifen und einen Bordcomputer mit Gangwahlempfehlung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 190 km/h.[1]
Golf R32
Der Golf R32 auf Basis des Golf V ist seit September 2005 erhältlich. Im Gegensatz zu seinem Pendant der Baureihe IV wird dieser Golf R32 in unlimitierter Stückzahl gebaut. Die 184 kW (250 PS) und 320 Nm Drehmoment des neuen R32-Motors werden – wie bereits beim Golf IV R32 – durch den permanenten Allradantrieb 4MOTION auf die Straße übertragen. Ein manuelles Sechsganggetriebe ist serienmäßig, optional wird das Direktschaltgetriebe DSG angeboten. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Aus dem Stand benötigt der Golf V R32 6,5 Sekunden von Null auf 100 km/h (mit DSG: 6,2 Sekunden). Bereits in der Basisversion ist dieser Golf mit zahlreichen Funktionen ausgestattet wie Klimaautomatik (Climatronic), Multifunktionsanzeige (MFA), ABS, ESP, Bi-Xenonlicht und Bremsassistent.
Golf GT/GT Sport
VW Golf GT
Der Golf GT/GT Sport, mit TSI-Technik wurde im Februar 2006 vorgestellt. Die Motoraufladung geschieht sowohl durch Turbolader als auch Kompressor (Doppel- oder Stufenaufladung). Dabei arbeitet der Kompressor im unteren Drehzahlbereich alleine, im mittleren Bereich wird der Turbolader „hinzugeschaltet“. Bei hohen Drehzahlen arbeitet der Turbo alleine. Dadurch erreicht er ein maximales Drehmoment von 240 Nm und eine Endgeschwindigkeit von 220 km/h. BMW verwendet ein ähnliches System, zum ersten Mal wurde diese Kombination 1985 von Lancia im Lancia Delta S4 eingesetzt.
Anstelle von einem Benzinmotor ist der Golf GT/GT Sport auch mit einem Dieselmotor erhältlich, ein 2.0 TDI besitzt 125 kW (170 PS) bei 350 Newtonmeter maximal. Der Diesel-GT/GT Sport hat einen Normverbrauch im Mix von 5,9 Liter Diesel auf 100 Kilometern, beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 8,2 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.
Unterschied zwischen Golf GT und GT Sport
Der GT Sport ersetzt die bisherigen Ausstattungs- und Designlinien GT und Sportline, womit der optisch differenzierte GT-Auftritt nun auch mit mehr Motoren kombiniert werden kann.
Vom Äußerlichen sind die Unterschiede der beiden Modelle nicht besonders groß. So ist etwa der Kühlergrill-Rand beim neuen Modell in Schwarz und nicht in Wagenfarbe lackiert, außerdem ist der untere Frontschürzen-Abschluss leicht anders ausgeführt. Am Heck wiederum verfügt der GT Sport über eine komplett lackierte Schürze, nicht aber stets über das sichtbare Doppelendrohr (nur bei 170 PS). Im Ergebnis entspricht die neue Variante optisch damit der Ausrüstung des bei Trendline und Comfortline erhältlichen Designpakets von Volkswagen Individual. Schließlich gibt es andere Aluräder als am GT; am 17-Zoll-Format und den 225/45er-Reifen ändert sich nichts.
In puncto Ausstattung verfügt der GT Sport wie bisher der GT insbesondere über Sportfahrwerk, Klimaautomatik, Sportsitze vorne, Leder an Lenkrad, Schaltknauf und Handbremsgriff und die Multifunktionsanzeige. Hinzugekommen gegenüber dem GT sind Nebelscheinwerfer und insbesondere das elektrische Glas-Schiebe-/Hebedach (nur beim Deutschen Modell), wie es auch im Sondermodell Tour Edition inbegriffen ist. Ebenfalls neu und serienmäßig, aber sicher nicht jedermanns Geschmack, sind die ab der B-Säule abgedunkelten Scheiben. Im Gegensatz zu den bisherigen Varianten ist beim GT Sport keine Anhängerkupplung mehr lieferbar.
Der Golf GT Sport kann mit weiteren R-Line Paketen ausgestattet werden.
Der GT Sport ist mit fünf Benzinern und drei Dieselmotoren zu haben, also mit allen Triebwerken mit Ausnahme des 59-kW-Basisbenziners und der GTI- und R32-Antriebe. Auch Allradvarianten sind verfügbar.
Golf Plus
Der Golf V wird unter anderem auch als „Plus“-Version mit mehr Raum und erhöhtem Dach angeboten. L/B/H: 4206/1759/1580 mm, die Mini-Van-Variante des Golf verfügt u. a. über eine deutlich höhere Sitzposition für Fahrer und Beifahrer und mehr Beinfreiheit für die Fondspassagiere. Mit vielen Ablagemöglichkeiten und einem gegenüber dem Standard-Golf vergrößertem Gepäckraum (505/1450l) ist der Golf Plus eine bequeme Reise-Limousine. Leider ergibt sich jedoch gegenüber der Golf-Normalversion keine erhöhte Kopffreiheit, da die Sitze erhöht installiert werden.
Von Februar 2006 bis Ende 2006 gab es den Golf Plus in der Sonderedition “Goal”. Ab Anfang 2007 ist die Sonderedition “Tour” in Kooperation mit dem Reiseveranstalter Tui erhältlich.
Golf VariantVolkswagen wollte zunächst den Golf Plus als Nachfolger für den Golf IV Variant einsetzen, präsentierte dann aber im März 2007, auf dem Genfer Automobilsalon die neue Kombiversion auf Basis des aktuellen VW Jetta. Mit diesem ist der Variant bis zur A-Säule baugleich und ist mit 4,55 Meter auch ebenso lang. Am Heck sind die Rückleuchten in die Kotflügel integriert, reichen aber nicht wie beim Schrägheck in die Gepäckklappe. Das Nummernschild sitzt unterhalb des kleiner gestalteten VW-Emblems. Das Kofferraumvolumen beträgt 690–1.550 Liter. Die drei Ausstattungslinien sind mit vier Motoren kombinierbar: dem 1,6-l-Motor mit 75 kW (102 PS), dem 1,4-l-TSI-Motor mit 103 kW (140 PS) und den beiden TDI-Dieselmotoren mit 77 kW (105 PS) oder 103 kW (140 PS). Die Preise beginnen bei 18.875 €. Ähnliche Seiten: |